Parodontologie: Bakterien entfernen, Gesamtgesundheit verbessern


Basiswissen:

Die Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnknochens ausgehend von einer Entzündung des Zahnfleisches. Da sie schleichend verläuft, wird sie oft lange verkannt. Wird diese Entzündung nicht behandelt, greift sie auf den Kieferknochen über. Dort kann sie zu Knochenabbau und Zahnverlust führen, obwohl der Zahn selbst möglicherweise völlig gesund ist.

Mehr als 70 Prozent der Erwachsenen sind von einer Parodontitis betroffen, bei den Senioren sogar fast 90 Prozent.

Symptome sind häufiges Zahnfleischbluten, Mundgeruch, gerötetes, angeschwollenes Zahnfleisch und Schmerzen beim Kauen. Als Ergebnis der ständigen Entzündung geht das Zahnfleisch zurück. Die empfindlichen Zahnhälse liegen frei und reagieren auf Kaltes, Warmes und Süßes.

Ursache für die Parodontitis ist in der Regel eine bakterielle Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Mitentscheidend sind auch erbliche Veranlagungen sowie Risikofaktoren wie Rauchen, Stress, Diabetes und hormonelle Umstellungen.

Das Fortschreiten der Parodontitis hängt nach neuen Erkenntnissen von der Art der Bakterien in den Zahnfleischtaschen ab. Diese sind häufig sehr aggressiv, Knochen zerstörend, anstreckend und gefährlich für die Allgemeingesundheit.

Behandlung:


In meiner Praxis werden Sie bei Parodontitis optimal betreut, da ich mich seit rund 27 Jahren auf die effektivsten Behandlungsansätze konzentriere und forsche. Zeigen professionelle Zahnreinigungen und gute Mundhygiene auf Dauer kein zufriedenstellendes Ergebnis, rate ich zu Laserbehandlungen.

Mit Hilfe des Lasers können wir die bakteriellen Ablagerungen aus den Zahnfleischtaschen sanft entfernen, das entzündete Zahnfleisch sterilisieren und das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten. Durch die erzeugte Keimfreiheit wird gleichzeitig die Regeneration des Kieferknochens angeregt. Viele Zähne können allein dadurch erhalten werden.

Den Abbau des Zahnknochens, die Lockerung von Zähnen oder gar Zahnverlust können wir heute verhindern - das ist kein unabwendbares Schicksal mehr.

Durch den Einsatz des Lasers wird die Parodontitis-Behandlung für den Patienten erheblich komfortabler, gründlicher und vor allem schmerzfreier. Auf eine Spritze kann verzichtet werden. Außerdem lässt sich die Behandlung blutungsfrei, schonend, effektiv und innerhalb kürzerer Zeit als bei herkömmlichen Verfahren durchführen.

Tipps:


Verwenden Sie für die Reinigung der Problemzonen (Zahnzwischenräume und Zahnfleischrand) Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten (Interdentalbürsten).


Mit den Mini-Bürstchen können Sie den Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch ideal von Speiseresten und Zahnbelägen säubern. Hier kommt es darauf an, die richtige Größe zu verwenden. Wir informieren Sie gerne.

Ein Verzicht auf das Rauchen senkt das Risiko für die Entwicklung einer Parodontitis. Besteht bereits eine Entzündung, kann so ein weiteres Fortschreiten verhindert und die Behandlung erleichtert werden. Wer das Rauchen nicht aufgeben möchte, kann sich mit geeigneten Laserbehandlungen vor Knochenabbau schützen .

Risiko Parodontitis!


Eine Parodontitis betrifft bei weitem nicht nur das Zahnbett: Bei dieser Entzündung gelangen Bakterien und ihre Stoffwechselprodukte über den Mund in die Blutbahn und verteilen sich im Körper. Daher birgt sie weitere Gefahren. Wissenschaftliche Studien belegen: Bereits eine mittelschwere Parodontitis (mit drei bis vier Millimeter tiefen Zahnfleischtaschen) erhöht:

  • das Herzinfarktrisiko um das 2- bis 3-Fache
  • das Schlaganfallrisiko um das 7-Fache
  • das Risiko einer Frühgeburt um das 7,5-Fache


Weiterhin begünstigt sie Arthritis und Rheuma und verstärkt die Ausprägung der Altersdiabetes (Diabetes mellitus) und erschwert deren Kontrolle.

Helfen Sie mit!


Ein dauerhafter Schutz vor Parodontitis ist nicht nur von regelmäßigen, zahnärztlichen Vorsorgemaßnahmen wie der professionellen Zahnreinigung abhängig.
Durch eine zahngesunde Ernährung und eine gute Mundhygiene können Sie Ihren Zahnhalteapparat dauerhaft gesund erhalten.